Lippenherpes wird meist mit rezeptfreien Medikamenten behandelt. Einfache Hygieneregeln können die Verschleppungsgefahr des Lippenherpes verringern. Auch wenn es juckt: An den Bläschen nicht kratzen oder reiben. Sonst kann der Erreger über die Hände auf die Augen, die Nase oder andere Körperstellen übertragen werden. Ansteckend ist der Patient vom ersten Auftreten der Symptome, bis die harte Kruste von den Bläschen abfällt. Die auslösenden Viren sind im Speichel vorhanden, deshalb kein Geschirr oder Handtücher gemeinsam nutzen. Auch wenn es schwer fällt: Mit  Lippenherpes nicht küssen. Das schützt den Partner oder das Kind vor einer Infektion. Lippenherpes wird oft mit Cremes behandelt, die schon beim ersten Kribbeln aufgetragen werden sollten. Diese Arzneimittel besser nicht mit den Fingern, sondern mit einem Applikator oder einem Wattestäbchen aufgetragen. Gegen Lippenherpes  können auch wirkstofffreie Pflaster helfen. Sie decken die Bläschen kosmetisch ab und ermöglichen eine feuchte Wundheilung.

Wenn sich der Lippenherpes durch die Selbstmedikation nach fünf Tagen noch nicht gebessert hat, sollten Patienten einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch, wenn die Bläschen häufiger als sechsmal pro Jahr auftauchen, bei sehr starker oder lang anhaltender Bläschenbildung oder wenn das Auge, die Nase oder die Genitalregion betroffen sind.

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