Tinnitus kann sich sehr unterschiedlich äußern: Ob Klacken, Brummen, Rauschen oder Pfeifen – bei einem bis drei Prozent der Bevölkerung können die störenden Ohrgeräusche so schlimm sein, dass sie die Lebensqualität stark einschränken.

Eine neue Musiktherapie kann die Ohrgeräusche von Tinnitus-Geplagten möglicherweise dauerhaft verringern. Indem Betroffene regelmäßig Musik unter Ausschluss der individuellen Tinnitus-Frequenzen hören, werde das Klingeln in ihren Ohren langfristig leiser, fanden Wissenschaftler der Universität Münster heraus.

Ein Jahr lang hatten Professor Christo Pantev vom Institut für Biomagnetismus und Biosignalanalyse und seine Kollegen den Patienten deren Lieblingsmusik vorgespielt, allerdings um die entsprechenden Frequenzen beschnitten. Das Ohrensausen wurde dadurch allmählich leiser. Grund für das nachlassende Pfeifen, Rauschen oder Piepsen könne die geringere Stimulation der Hörnerven sein, die vom Tinnitus betroffen sind, vermuten die Wissenschaftler.

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