Bei fast jeder zweiten Anwendung von Ohrentropfen treten arzneimittelbezogene Probleme auf. Wer Ohrentropfen braucht, sollte sich deshalb beim Apotheker Tipps zur richtigen Anwendung holen. Gelangt eine kalte Flüssigkeit ins Ohr, kann das zu Schmerzen oder Schwindel führen. Ohrentropfen deshalb vor der Anwendung in der Hand oder Hosentasche auf Körpertemperatur anwärmen.

Ohrentropfen sind oft relativ zähflüssig. Damit sie bis auf den Grund des Gehörgangs fließen, den Kopf für einige Minuten auf die Seite neigen. Bei Kindern werden Ohrentropfen am besten im Liegen angewendet. Beim Einträufeln die Ohrmuschel beim Erwachsenen leicht nach hinten und oben ziehen, beim Säugling und Kleinkind nach hinten und unten. Das gleicht die Krümmung des Gehörgangs aus.

Anwendung beim Erwachsenen

Anwendung beim Kind

Wenn nötig, den Gehörgang anschließend locker mit Watte oder Mull verschließen. Ein kompakter Pfropf hingegen kann die Besiedelung mit Bakterien oder Pilzen begünstigen. Einmal geöffnete Ohrentropfen in Mehrdosenbehältnissen sollten meist innerhalb von vier Wochen aufgebraucht werden.

Ohrentropfen sind in der Regel nur bei einem intakten Trommelfell sinnvoll. Ein defektes Trommelfell kann der Patient an einem zischenden Geräusch erkennen, wenn er sich die Nase zuhält und dann wie beim Schnäuzen bläst. Beim Verdacht auf ein verletztes Trommelfell unbedingt zum Arzt gehen! Arznei- oder Hilfsstoffe, die durch ein Loch im Trommelfell in das Mittelohr gelangen, können dort schädlich sein.

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