Die Apotheken starten in Deutschland ein Pilotprojekt zur Authentifizierung von Arzneimittelpackungen, um die Patienten künftig noch besser gegen Medikamentenfälschungen zu schützen.

Dabei soll ein Authentifizierungssystem der Firma Aegate zum Einsatz kommen, das unter anderem in Belgien verbreitet ist.

«Die Apotheker leisten schon heute einen großen Beitrag dazu, dass Patienten sicher versorgt werden», sagt ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf.  «Um auch in Zukunft gegen die wachsende internationale Kriminalität im äußerst profitablen Fälschen von Medikamenten gewappnet zu sein, soll unser Pilotprojekt eine Technologie erproben, die für noch mehr Arzneimittelsicherheit sorgen kann.»

Das avisierte Authentifizierungssystem funktioniert wie folgt: Eine eindeutige Seriennummer wird in einem 2D-Datamatrixcode codiert und vom Hersteller (oder Großhandel) auf die Faltschachtel aufgedruckt oder aufgeklebt. Im Code enthalten sind auch Pharmazentralnummer, Chargennummer und Verfallsdatum. Zudem kann der Datenanbieter ABDATA aktuelle Informationen wie Rückrufe in die Software der Apotheken einspielen. Bei der Abgabe der Packung authentifiziert die Apotheke das Arzneimittel per Scan und Zugriff auf die Aegate-Datenbank. Patientenspezifische Daten werden dabei zu keinem Zeitpunkt gespeichert.

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