Mücken sind als Überträger von Krankheiten gefürchtet. Doch womöglich lassen sie sich auch als »fliegende Impfspritzen« nutzen. Das berichten japanische Forscher um Shigeto Yoshida von der Jichi Medical University im Fachmagazin »Insect Molecular Biology« (Doi: 10.1111/ j.1365-583.2010.01000.x). Das Team erzeugte transgene Anopheles-Mücken, die in ihrem Speichel einen Impfstoff gegen Leishmaniose produzieren. Zudem geht aus der Studie hervor, dass Mäuse als Rekation auf Stiche dieser Mücken Antikörper gegen das Antigen bildeten, was auf eine erfolgreiche Immunisierung mit dem Impfstoff hinweist. Die Forscher werten das als ersten Beleg, das das jahrzehntealte Konzept der »fliegenden Impfspritzen« in der Praxis funktionieren könnte. Allerdings seien einige Nachteile und Bedenken zu lösen. So erfolge die Impfung per Mücke unkontrolloliert, undosiert und ohne individuelles Einverständnis.

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