Die Goji-Beere (syn. Bocksdornfrucht) wird in der Presse und im Internet für verschiedenste Verwendungszwecke angepriesen, sei es als Wundermittel für Körper und Geist oder als aromatische Komponente im Frühstücksmüesli.

Die Stammpflanzen der Goji-Beere sind Lycium barbarum und Lycium chinense, wobei erstere häufiger verwendet wird. Das Nachtschattengewächs hat in der chinesischen Medizin einen hohen Stellenwert und ist in der chinesischen Pharmakopöe monografiert. Die Beeren werden frisch und getrocknet konsumiert oder zu Säften, Extrakten, Beerenwein und Dekokten verarbeitet. In der chinesischen Medizin sind Goji-Beeren als unspezifisches Stärkungsmittel beliebt. Die Beeren sollen auch immunstimulierende, hypoglykämische und hepatoprotektive Effekte haben und den Alterungsprozess verzögern.

Lycium barbarum enthält unter anderem Carotinoide, Vitamine (C, B1, B2) und Polysaccharide. Letztere zeigten in Laborexpirementen neuroprotektive Effekte. Experimentell konnte auch eine Stimulierung der Erythrozyten- und Leukozytenbildung festgestellt werden.

Goji Beeren gibt es in jeder gut sortierten Apotheke.

Quellen:
-Larousse des plantes médicinales 2007, p111
-Plantes médicinales du monde, B. Boullard, Estem 2001, p325
-C.-H. Hempen et al.; Leitfaden Chinesische Phytotherapie; 2. Auflage2007; Urban&Fischer; p812
-B.-E. van Wyk et al.; Handbuch der Arzneipflanzen; wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart; p195
-Cellular and molecular neurobiology, 21.08.2007

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