Die Vuvuzela ist nicht nur nervraubend, sondern auch gesundheitsschädlich: Zum einen kann das mehr als 120 Dezibel laute Tröten bleibende Hörschäden verursachen, und zum anderen verteilt das Plastikhorn Krankheitserreger effizient im Stadion.

Die Vuvuzela kommt nicht aus den Schlagzeilen: Erst beschweren sich weltweit unzählige Fernsehzuschauer über das Dauerbrummen bei der Übertragung der Spiele. Dann äußern sich Hals-Nasen-Ohren-Ärzte besorgt. Und jetzt das: Britische Mediziner vermelden, dass der Krachmacher nicht nur eine Gefahr für das Trommelfell, sondern auch für die allgemeine Gesundheit ist. Denn wer in das Plastikhorn bläst, kann auch ordentlich Krankheitskeime in die Luft pusten, wie die »Ärzte Zeitung« berichtet.

»Vuvuzelas können Erkältungskrankheiten und die Grippe sehr schnell verbreiten, weil sehr viel Atemluft durch das Instrument geht«, zitiert das Blatt die Medizinerin Ruth McNerney von der London School of Hygiene. Die Tröte könne Infektionen deutlich stärker verbreiten als Husten oder Schreien. McNerneys Team hatte bei acht Freiwilligen den Ausstoß von Vuvuzelas untersucht und festgestellt, dass massenweise kleine, potenziell keimhaltige Tröpfchen das Horn verlassen. Diese Aerosole seien so klein, dass sie stundenlang in der Luft blieben.

Fans sollten auch auf ihre Ohren achten und Ohrstöpsel tragen. Denn die südafrikanischen Tröten könnten für das Gehör gefährlich werden. Die Vuvuzelas können mehr als 120 Dezibel laut sein. Zusätzlich zur guten Laune sollte man beim Public Viewing daher immer Ohrstöpsel im Gepäck haben. Gerade für die jüngeren Fußballfans ist das wichtig. Bei ihnen kann es schneller zu Hörschäden kommen, unter denen sie dann mitunter ein Leben lang leiden.

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