Wer auf seine Zähne achtet, tut auch etwas für Herz, Gehirn und Gefäße. Dies geht aus einer Studie hervor, die Forscher um Cesar de Oliveira und Mark Hamer vom University College London im »British Medical Journal« (2010; 340: c2451) veröffentlichten.

Sie befragten fast 12 000 Personen mit einem Durchschnittsalter von 50 Jahren zu ihrer Mundhygiene und beobachteten sie über acht Jahre. In diesem Zeitraum traten bei 555 Studienteilnehmern kardiovaskuläre Ereignisse auf, 170 davon endeten tödlich. Unter kardiovaskuläre Ereignisse fallen Herzinfarkt, Schlaganfall und pAVK.

Bei Personen, die sich ihre Zähne nur einmal am Tag putzten, war das Risiko für ein kardiovaskuläres Er­eignis um 30 Prozent erhöht. Bei noch seltenerem Putzen sogar um 70 Prozent. Ähnliches zeigt sich bei der Sterberate aufgrund von kardiovaskulären Er­eignissen. Diese war bei einmal täglichem Zähneput­zen um 10, bei seltenerem Putzen um 50 Prozent er­höht. Teilnehmer mit schlechter Mundhygiene hatten zusätzlich erhöhte Werte von Entzündungspara­me­tern wie C-reaktives Protein und Fibrinogen. Ob sel­tenes Zähneputzen der Auslöser oder nur ein Risiko­faktor für kardiovaskuläre Erkrankungen ist, soll in weiteren Studien geklärt werden.

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