Eine Exposition bei erhöhter Aussentemperatur über längere Zeit kann zu schweren Komplikationen führen, insbesondere wenn keine Erholungsmöglichkeit besteht. Die körpereigene Wärmeregulation reagiert hier nur ungenügend oder inadäquat.

Ein Hitzschlag (Hyperthermie) wird durch eine ausgeprägte Wärmespeicherung verursacht, wenn eine hohe Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit die Wärmeabgabe durch Strahlung und Verdampfung verhindert oder limitiert.
Besonders anfällig sind ältere Leute und Säuglinge. Bei jungen Erwachsenen können auch intensive Kraftanstrengungen über längere Zeit zu einem Hitzschlag führen.

Bei Hyperthermie treten folgende Symptome auf: Kopfschmerzen, Lichtblitze, Schläfrigkeit, Ohrgeräusche, Schwindel, Uebelkeit und Erbrechen. Die Symptome sind begleitet von einem starken Krankheitsgefühl mit Muskelkrämpfen, manchmal auch von Konvulsionen und schneller oberflächlicher Atmung (>40 Atemzüge/min).  Die Haut ist heiss, rot und trocken. Die Körpertemperatur ist erhöht (>40°C).

Patienten mit einem Hitzschlag sind in einer lebensbedrohenden Situation und bedürfen dringend einer Notfallbehandlung. Die Behandlung besteht darin, den Kranken an einen kühlen Ort zu bringen, beengende Kleidung zu entfernen und den Wasser- sowie Elektrolytverlust auszugleichen. Falls der Patient das Bewusstsein verliert, soll er bis zum Eintreffen der Ambulanz in Seitenlage gebracht werden.

Der Sonnenstich entsteht durch eine Erhöhung der Körpertemperatur bei sehr hohen Aussentemperaturen. Die direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken kann ein Auslöser sein. Der Wärmestau im Kopfbereich führt zu einer Reizung der Meningen. Symptome sind Kopfschmerzen, Agitiertheit, Nackensteifigkeit und Hyperthermie (40°C und mehr).
Der Betroffene soll an einen kühlen Ort gebracht und mit kalten Umschlägen auf Stirn und Nacken abgekühlt werden. Luft zufächeln bringt zusätzliche Erleichterung.

Advertisements