Champignons sind sowohl bei uns als auch in den USA die mit Abstand am häufigsten verzehrten Pilze. Neben dem kulinarischen Genuss scheinen Champignons auch der Gesundheit etwas Gutes zu tun: US-amerikanische Forscher konnten zeigen, dass sie bestimmte Zellen des Immunsystems anregen.

In der Zellkultur stellten Wissenschaftler um Dayong Wu vom Human Nutrition Research Center on Aging (HNRCA), Tufts Universität, fest, dass Champignons die Reifung von dendritischen Zellen im Knochenmark anregen. Diese Zellen sind als Vorläufer von T-Zellen für die Immunantwort von Bedeutung. Wenn das Immunsystem mit potenziellen Krankheitserregern konfrontiert wird, steigert es die Menge an Abwehrzellen und es kommt zur Differenzierung verschiedener Zelltypen. Um eine adäquate Immunantwort zu erhalten, so HNRCA-Leiter Simin Meydani, muss der Körper entsprechend mit Nährstoffen versorgt werden. Das Ergebnis aus dem Laborversuch ist somit ein neuer Hinweis darauf, dass und in welcher Form die Ernährung auf das Immunsystem Einfluss nehmen kann. Im Tierversuch konnte der immunstimmulierende Effekt der Champignons zudem bestätigt werden. Inwieweit die Befunde rein akademisch von Bedeutung sind oder ob sie irgendwann einmal auch zu einem medizinischen Einsatz von Champignons bzw. daraus isolierten Komponenten führen, ist derzeit allerdings noch unklar.

Quelle: Pressemitteilung des USDA Agricultural Research Service, Juli 2010

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