«Darf ich meine Kontaktlinsen tragen während ich Augentropfen benutze?» ist eine Frage die sehr oft gestellt wird.

Beim Einsatz wirkstoffhaltiger Augentropfen dürfen prinzipiell keine weichen Kontaktlinsen getragen werden. Die Wirkstoffe können sich in die wasserhaltige Linse einlagern. Es bildet sich ein Wirkstoffdepot. Dies kann zu einer lokalen Überdosierung führen.

Harte Linsen speichern die Wirkstoffe nicht und können meist auch während der Behandlung getragen werden. Wenn nur abends getropft wird, ist meistens auch das Tragen weicher Kontaktlinsen tagsüber möglich. Doch dies ist immer eine individuelle Entscheidung des behandelnden Arztes.

Zu bedenken ist, dass Augentropfen den Tränenfilm verdünnen und die Linse schlechter haftet. Sie sollten zudem möglichst konservierungsmittelfrei sein, besonders bei Langzeitanwendung. Das häufigste Konservierungsmittel in Ophthalmika ist Benzalkoniumchlorid. Es zerstört den Tränenfilm, greift die Epithelzellen an und kann sich in weiche Linsen einlagern.

Wer trotz trockener Augen nicht auf Kontaktlinsen verzichten möchte, sollte nach Rücksprache mit dem Arzt nach konservierungsmittelfreien Hyaluronsäure-Präparaten fragen. Hyaluronsäure ist das körpereigene Gleitmittel. Es hat eine hohe Wasserbindungsfähigkeit und stabilisiert den Tränenfilm. Besser ist jedoch, die Tragezeit zu minimieren und öfter zur Brille zu greifen.

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