Weinliebhaber wird es freuen: Regelmäßiger moderater Weingenuss könnte einer aktuellen Studie zufolge nicht nur eine gefäßprotektive Wirkung besitzen, sondern auch eine Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit fördern.

Die an der Universität von Tromsø, Norwegen, durchgeführte Studie setzte auf älteren Untersuchungen auf, in denen ein moderater Weingenuss das Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Demenz senken konnte. Besonders der Inhaltsstoff Resveratrol machte immer wieder im Zusammenhang mit antioxidativer Wirkung von sich reden.

Welchen Einfluss regelmäßiger Alkoholkonsum auf Wahrnehmung, Lernen und Gedächtnis ausüben kann, untersuchten nun die Wissenschaftler um Kjell Arntzen. Sie beobachteten über einen Zeitraum von sieben Jahren mehr als 5.000 Probanden, bewerteten ihr Trinkverhalten und ihre kognitiven Fähigkeiten. Immer wieder wurden die Männer und Frauen verbalen Gedächtnistests und Tests zur Ziffer-Symbol-Zuordnung unterzogen.

Die Ergebnisse waren eindeutig: Ein moderater Weinkonsum, ca. ein bis zwei Gläser pro Woche, sorgt für eine bessere Hirnleistung. Der Genuss anderer alkoholischer Getränke konnte dagegen keinen positiven Effekt auf die kognitiven Leistungen verzeichnen.

Ob sich ein höherer Weinkonsum ebenfalls positiv auf die Gedächtnisleistungen auswirkt, konnten die norwegischen Forscher noch nicht eindeutig klären.

Als Hauptwirkstoff werden die Flavonoide angesehen, die bereits bei den Herz-Kreislauf-Effekten eine große Rolle spielen. In wie weit diese für die Verbesserung der Hirnleistung verantwortlich sind, bleibt ebenso abzuwarten, wie der Einfluss des Lebensstils der Weintrinker und deren sportliche Betätigung.

Quelle: Arntzen, K. et al.: Acta Neurol. Scand. 2010; 122 (Suppl. 190): 23

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