Wer viel Kaffee trinkt, hält nicht nur den Geist rege, sondern schützt auch seine Leber. Das ist das Ergebnis einer auf einer Pressekonferenz anlässlich des 176. Falk Symposiums in Freiburg vorgestellten Untersuchung von Freiburger Wissenschaftlern.

Epidemiologische Daten zeigen schon länger, dass Kaffeekonsum, egal, ob mit oder ohne Koffein, vor chronischen Lebererkrankungen und hepatozellulärem Karzinom schützt. Auf der Suche nach einer Erklärung sind Forscher nun einen Schritt weitergekommen, so Professor Dr. Herbert Blum, Freiburg. Er verwies dabei auf eine Studie von Kalthoff S. et al. Sie konnte an Zellen, aber auch im Tierexperiment zeigen, dass Kaffee die Expression von UDP-Glucuronosyltransferasen induziert. So war in transgenen Mäusen die Expression um das 10- bis 14fache erhöht, unabhängig vom Gehalt an Koffein, Methylxanthinen oder den Diterpenen Cafestol und Kahweol. Da UDP-Glucuronosyltransferasen antioxidativ, zytoprotektiv und genoprotektiv wirken, könnten sie, so die Vermutung der Forscher, für die günstigen Eigenschaften von Kaffee auf die Leber verantwortlich sein. Interessant sind diese Ergebnisse vor allem vor dem Hintergrund, dass die Zahl derjenigen mit Fettleber und nicht-alkoholischer Steatohepatitis stetig ansteigt.

Quelle: Pressegespräch „Gastroenterologie und Hepatologie gestern, heute und morgen“, Freiburg 9.10.2010

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