Ein Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und dem Auftreten bestimmter chronischer Erkrankungen wird seit langem kontrovers diskutiert. Eine aktuelle Auswertung der EPIC-Studie spricht für einen solchen Zusammenhang. Demnach wird das Brustkrebsrisiko durch eine mediterrane Kost bei postmenopausalen Frauen gesenkt.

Die EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and nutrition), die eine Beziehung zwischen der Ernährung und verschiedenen Erkrankunken, besonders verschiedenen Krebsarten, untersuchte, kam eigentlich zu einem ernüchternden Ergebnis: Es werde allgemein angenommen, dass man Krebs durch eine hohe Aufnahme von Obst und Gemüse vorbeugen könne, die uneinheitlichen Ergebnisse vieler Studien erlaubten es jedoch nicht, eine solche Beziehung aufzuzeigen, so die Studienautoren in ihrem Abschlussbericht vom April 2010.

Griechische Wissenschaftler haben nun jedoch die Daten ihres Teils der EPIC-Studie genauer ausgewertet. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass eine Nahrung, die reich an Fisch, Olivenöl, Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen und Hülsenfrüchten ist, das Brustkrebsrisiko senkt. Frauen in der Postmenopause, die sich nach dieser Mittelmeerdiät ernähren, haben danach ein 22% geringeres Risiko, an einem Mammakarzinom zu erkranken. Für ihre Untersuchung wurden die über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren erhaltenen Unterlagen von nahezu 15.000 Frauen verglichen. Von diesen erkrankten 240 an Brustkrebs.

Für die Gesamtheit der Studienteilnehmerinnen konnte kein Zusammenhang zwischen den Ernährungsgewohnheiten und dem Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, festgestellt werden.

Für Frauen in der Postmenopause jedoch, deren Ernährung vorwiegend auf einer Mittelmeerdiät basierte, wurde das deutlich reduzierte Brustkrebsrisiko nachgewiesen.

Quellen:

Boffetta,P.; et al.: J. Natl. Cancer Inst. 2010; 102(8): 529-537

Trichopoulou, A.; et al.: Am. J. Clin. Nutr. 2010: doi:10.3945/ajcn.2010.29619

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