Oft werden Kinder von Hunden und Katzen gebissen (Gesicht und Hals), aber auch Erwachsene sind betroffen (vorwiegend Hände). Bissverletzungen sind meistens gutartig, wenn sie rasch behandelt werden.

Wichtig ist, das umgebende Gewebe so rasch als möglich zu spülen, am besten mit Wasser und Seife. Anschliessend kann mit einem Antiseptikum (z.B. Povidon-Iod) desinfiziert werden. Tiefe Wunden werden chirurgisch versorgt, falls möglich ohne zu nähen. Liegt die Tetanusimpfung mehr als 5 Jahre zurück, sollte eine Auffrischimpfung gemacht werden. Sind mehr als 10 Jahre vergangen, werden zusätzlich zur Impfung Immunglobuline verabreicht.

Infektionen manifestieren sich normalerweise 12 (Katze) bis 24 Stunden (Hunde) nach erfolgtem Biss. Zeigen sich nach 48 Stunden keine Anzeichen einer Infektion, ist keine Antibiotikatherapie nötig. Die präventive Antibiotikagabe kommt nur nach Bissen und Situationen mit erhöhtem Infektionsrisiko zum Einsatz. Dazu zählen tiefe Bisswunden der Hand, Wundreinigung nach über 3 Stunden, Verletzungen an Extremitäten oder Gesicht, Verdacht auf Frakturen und Verletzungen an Gelenken, Sehnen und Bändern, genähte Wunden und Patienten mit erhöhtem Infektionsrisiko.

Bei Bissen durch unbekannte oder sich abnormal verhaltende Tiere ist an ein mögliches Tollwutrisiko zu denken.

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