Nicht nur der Petersdom zählt offenbar zu den bevorzugten Besucherzielen im Vatikan. Über einen besonders starken Besucherandrang freuen kann sich auch die vatikanische Apotheke: Rund 2000 Kunden suchen täglich die „Farmacia Vaticana“ auf.

Vor der Türe bilden sich oft lange Warteschlangen. Der Besucherandrang bereitet nach einem Bericht der vatikanischen Tageszeitung „Osservatore Romano“ inzwischen organisatorische Probleme: Wie bei Behördenbesuchen müssen die Kunden jetzt Wartenummern ziehen und können die Apotheke erst betreten, wenn ihre Nummer auf einer Anzeigetafel erscheint.

Die vatikanische Apotheke versorgt nicht nur Bewohner und Bedienstete des Vatikan mit Medikamenten. Zudem können auch Einwohner Roms und Touristen ihre Arzneimittel auf Rezept aus der Apotheke des Kirchenstaates beziehen. Das ist für viele Römer interessant, weil in der Vatikan-Apotheke die Arzneimittelpreise in der Regel günstiger sind.

Aber nicht nur das: Laut „Osservatore Romano“ lautet die häufigste Kundenfrage, ob die Rechnung gegenüber italienischen Finanzämtern geltend gemacht werden können. Und auch das geht in Italien. Das italienische Finanzministerium habe verfügt, dass diese Quittungen eingereicht werden könnten.

Übrigens: Die neuen Wartenummern sind Teil einer Neuorganisation der Apotheke. Ihr Herzstück sei die Modernisierung des Labors, berichtet der Leiter der Apotheke, Bruder Raffaele. Aber das interessiert die Kunden wohl nur nebenbei.

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