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Wer Ruhe bewahrt, schützt sich vor Stichen

Im Sommer stören Wespen oft die Kaffeekranz-Idylle im heimischen Garten. Begegnen Sie den ungebetenen Gästen gelassen, statt panisch um sich zu schlagen. Sonst könnte der sonntägliche Nachmittag mit selbstge­backenem Apfelkuchen schnell im Krankenhaus enden.

Vorbeugen ist besser als Nachsorgen

Neben ruhigen Händen wehren auch unauffällige Kleider und natürlicher Körpergeruch Wespen ab. Wespen sind von vornherein weniger interessiert an Menschen, die auf das Tragen heller Kleidung mit Blumenmuster, sowie duftende Shampoos oder Parfüm, verzichten.

Auch hilft es, Essen abzudecken und sein Erfrischungs­getränk mit einem Strohhalm zu trinken. Dadurch geben Sie Wespen erst gar keine Chance, unbemerkt in ihren Rachen oder den der Kinder vorzudringen. Und sollte Ihnen doch mal eine Wespe zu nahe kommen, dann schiebt man sie am besten vorsichtig zur Seite.

Schnelle Hilfe bei Stichen

Sollte Sie trotzdem eine Wespe stechen, hilft kaltes Wasser. Das lindert den Schmerz und vertreibt den Juckreiz. Warme Umschläge hingegen verhindern, dass die Haut anschwillt. Der Grund: Temperaturen von 38 bis 40 Grad Celsius zerstören das Gift der Wespen. Damit bildet sich weniger vom Entzündungsbotenstoff Histamin und Schwellungen entstehen erst gar nicht.  Am besten legt man einen kalten und einen heißen Lappen im Wechsel in sehr kurzen Abständen auf die Stichwunde.

Zudem lindern Medikamente wie Antihistaminika Beschwerden durch Insektenstiche. Bei milden Beschwerden eignen sich rezeptfreie Salben oder Gele, bei schweren benötigt man jedoch Tabletten aus der Apotheke.

Menschen, die allergisch auf Stiche reagieren, brauchen hingegen sofort einen Arzt. Bei ihnen rötet sich nicht nur großflächig die Haut und schwillt an. Betroffene kämpfen auch häufig mit Erbrechen und Atemnot. Solch ein allergischer Schock löst im schlimmsten Fall einen lebensbedrohlichen Kreislaufkollaps aus.

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Mit dem Pollenflug hat auch die Leidenszeit der Allergiker wieder begonnen. Triefende Nase, tränende Augen und Juckreiz können die Lebensqualität stark einschränken. Hier können Antihistaminika Abhilfe schaffen, wobei der lindernde Effekt oft mit sedierenden Nebenwirkungen erkauft wird.

Die Antihistaminika der ersten Generation (z.B. Diphenhydramin) werden wegen den stark sedierenden Eigenschaften hauptsächlich als Schlafmittel und gegen Übelkeit eingesetzt. In den USA ist Diphenhydramin aber nach wie vor ein weit verbreitetes Antiallergikum. Cetirizin, Loratadin und Mizolastin sind Vertreter der Antihistaminika der zweiten Generation. Levocetirizin (in Luxemburg nicht im Handel), Desloratadin und Fexofenadin werden in der Literatur z.T. als Antihistaminka der dritten Generation bezeichnet. Diese Wirkstoffe der beiden neueren Generationen können die Blut-Hirn-Schranke weniger gut überwinden, rufen aber bei manchen Patienten trotzdem Müdigkeit hervor.

Mit zahlreichen Antihistaminika wurden spezielle standardisierte Tests durchgeführt, um deren Einfluss auf die Fahrtauglichkeit zu untersuchen. Gemäss diesen Tests hatten Fexofenadin, Desloratadin, Rupatadin und Levocetirizin  keine negative Wirkung auf die Fahrleistung. Antihistaminika wie Diphenhydramin und Mizolastin führten nach einer Einmaldosis zu einer verschlechterten Fahrleistung wie sie auch unter Einfluss von 0.5 bis 0.8 Promille Alkohol festzustellen ist. Gemäss einem internationalen Gremium von Verkehrssicherheitsexperten (The International Council on Alcohol, Drugs, And Traffic Safety, ICADTS-Working Group) werden folgende Wirkstoffe und Dosierungen als unbedenklich für die Fahrleistung eingestuft: Loratadin 10mg einmal täglich, Fexofenadin 60mg zweimal täglich oder 120mg einmal täglich, Ebastin 20mg einmal täglich.

Damit die Fahrleistung möglichst nicht eingeschränkt wird, sollten Allergiker folgende Empfehlungen befolgen:
-Antihistaminikum mit Vorteil abends vor dem Schlafengehen einnehmen.
-Bei einem Präparatewechsel die ersten Tage (am besten die ersten zwei Wochen) nicht selbst fahren.
-Kombination von Alkohol und Antihistaminikum strikt vermeiden.
-Das Tragen einer Sonnenbrille hält einen Teil der Pollen fern und schützt gereizte, lichtempfindliche Augen.
-Pollenfilter im Auto einbauen und jährlich oder alle 30‘000 km wechseln.

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