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Österreichische Wissenschaftler berichten in einer aktuellen Studie, dass die dauerhafte Zufuhr sehr cholesterinreicher Speisen beträchtlichen Schaden im Gehirn anrichten kann. Die pathologischen Auswirkungen scheinen dabei eng mit der Alzheimer-Erkrankung verknüpft zu sein.

Millionen von Menschen weltweit leiden unter schweren neurodegenerativen Störungen im Rahmen eines Morbus Alzheimer. Die genauen Ursachen sind noch nicht geklärt. Fest steht, dass vor allem das kleine Peptid Beta-Amyloid an der Bildung Hirn schädigender Plaques beteiligt ist. Auch Ablagerungen von Tau-Protein – einem Eiweiß des Zytoskeletts – tragen zur Erkrankung bei. Es wird angenommen, dass sich Morbus Alzheimer bereits 20-30 Jahre vor dem Auftreten erster Symptome entwickelt. In diesem Zusammenhang diskutieren Wissenschaftler der Medizinischen Universität Innsbruck den schädigenden Einfluss einer fett- und cholesterinreichen Ernährung.

In einem Experiment fütterten sie einer Gruppe von 6 Monate alten Ratten entweder normale Kost oder eine Spezialnahrung, die 5 Prozent Cholesterin enthielt. Nach 5 Monaten wurde getestet, inwiefern das Verhalten der Tiere beeinträchtigt ist und ob sich pathologische Marker für eine Alzheimer-Erkrankung im Gehirn der Ratten nachweisen lassen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Erinnerungsvermögen bei den cholesterinreich ernährten Tieren deutlich schlechter war als in der Vergleichsgruppe. Die ungesunde Ernährung führte außerdem zu einer gesteigerten Bildung von Beta-Amyloid und Tau-Protein, cholinergen Dysfunktionen, Entzündungen und Mikroblutungen im Gehirn.

Quelle: Humpel C. et al.: Molecular and Cellular Neuroscience 2010;  45 (4): 408-417

In dem Sinne…frohe Weihnachten.

 

 

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Jeden Tag ein Ei, jeden Tag ein schlechtes Gewissen. Gehören Sie auch zu den schlankheitsbewussten Menschen, die ihr Frühstücksei für einen Rückfall halten? Nicht nötig, denn dass Eier den Cholesterinspiegel gefährlich erhöhen, ist einer jener Mythen, die so haltbar sind wie der vom Spinat und den Muskeln.

Eier enthalten zwar viel Cholesterin. Richtig ist auch, dass zu viel Cholesterin Herz und Gefäße belastet. Aber entscheidend ist, dass Eier sich eben nicht auf den Cholesterinspiegel niederschlagen. Cholesterin ist ein lebenswichtiger Stoff. Der Organismus stellt ihn selber in großen Mengen her. Kommt dieser Stoff von außen, durch ein kräftiges Frühstück etwa, in den Körper, drosselt der Organismus die Eigenproduktion. So bleiben sogar nach üppigem Rührei-Schinken die Cholesterinwerte im Blut praktisch konstant. Allerdings funktioniert dieser Ausgleich nicht bei jedem Menschen reibungslos. Es kann zur Cholesterinschwemme kommen.

Studien haben jedoch gezeigt, dass Hühnereier kaum Einfluss auf den Cholesterinspiegel gewinnen – offenbar bilden die Darmzellen hier eine Art undurchlässigen Filter. Manche Menschen reagieren auf Eier sogar mit sinkenden Werten. Professor Bruce Griffin von der University of Surrey: „Es gibt keinen Nachweis, dass sich häufiger Eierverzehr schlecht auf die Herzgesundheit auswirkt“. Für die Ernährung sieht der Mediziner sogar das Ei des Kolumbus gefunden: Eier seien gesund, viel Vitamin D, B und K, Mineralstoffe und Jod – das alles habe jeder Körper zwingend nötig. Außerdem finde sich reichlich Eiweiß im Ei – das mache satt und helfe den Schlankheitsbewussten.

Schlecht für die Cholesterinwerte dagegen seien gesättigte Fettsäuren wie sie in gehärteten Fetten enthalten sind, etwa in Wurst und Schweinebraten. Wer seine Blutwerte bereinigen wolle, solle lieber abnehmen, Sport treiben oder mit dem Rauchen aufhören, rät Griffin.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein frohes Osterfest.

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