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Johanniskrautpräparate aus Supermärkten und Drogerien entsprechen nicht immer den gesetzlichen Anforderungen an freiverkäufliche Arzneimittel. Das zeigt eine Stichprobe des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker e.V. (ZL), bei der freiverkäufliche Arzneimittel mit Johanniskrautextrakten mit apothekenpflichtigen Präparaten verglichen wurden.

Die Wirksamkeit gegen depressive Verstimmungen und leichte Depressionen ist nur für Extrakte des Echten Johanniskrauts (lateinische Bezeichnung: Hypericum perforatum L.) nachgewiesen. Das ZL konnte nun zeigen, dass verschiedene Johanniskrautpräparate aus Supermärkten und Drogerien Extrakte einer anderen Johanniskrautart aus China enthielten. Diese Extrakte entsprechen aber nicht den Vorgaben des Europäischen Arzneibuchs und sind hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht untersucht. Zudem sind freiverkäufliche Präparate niedriger dosiert als apothekenpflichtige.

Prof. Schubert-Zsilavecz, Wissenschaftlicher Leiter des ZL, verwies darauf, dass Verbraucher die Qualität eines Extrakts ohne den fachlichen Rat des Apothekers nicht beurteilen könnten. Wer freiverkäufliche Arzneimittel in einem Supermarkt oder einer Drogerie kaufe, müsse sich alleine auf die Aussagen des Herstellers verlassen. Schubert-Zsilavecz: „Dass Ausgangsmaterial benutzt wird, das nicht den offiziellen Qualitätsanforderungen entspricht, ist inakzeptabel. Es ist überfällig, dass solche Produkte mit Ramschextrakten endlich aussortiert werden“.

Verheiratet sein ist gut für die Seele. Wer unter der Haube ist, wird seltener gemütskrank, depressiv sowie von Drogen oder Alkohol abhängig, fanden neuseeländische Forscher heraus. Scheidung oder Tod eines Ehepartners erhöhen das Risiko allerdings markant: Nach dem Ende einer Ehe laufen Ex-Frauen größere Gefahr als nicht Verheiratete, abhängig zu werden. Männer werden nach einer Ehe öfter depressiv als Junggesellen. «Was unsere Studie zeigt, ist, dass eine Ehe die seelische Gesundheit beflügelt, während die Störung und das Leid, die mit dem Ende einer Ehe verbunden sind, die Menschen anfälliger für Gemütskrankheiten machen», fasste die Autorin der Studie, die Psychologin Kate Scott von der Otago-Universität in Wellington, die Ergebnisse am Dienstag zusammen. Sie hatte mit Kollegen Studien mit mehr als 34.000 Befragten aus 15 Ländern ausgewertet. «Bislang hieß es immer, dass Männer von einer Ehe mehr profitieren, was ihre psychische Verfassung angeht, als Frauen», erklärte Scott. «Diese Studie widerspricht dem: Wir haben herausgefunden, dass Verheiratete bei den meisten psychischen Krankheiten besser fahren als Ledige – sowohl Männer als auch Frauen.»
Quelle: PZ-Online

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