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Ein Orgasmus kann Auslöser eines vorübergehenden vollständigen Gedächtnisverlusts sein. Die sogenannte transiente globale Amnesie ist normalerweise Folge von extremer körperlicher, psychischer und emotionaler Belastung oder von starken Reizen. In einem Fallreport beschreiben Notfallmediziner aus Washington jetzt einen Orgasmus als mögliche Ursache. Die Ärzte berichten von einer 54-jährigen Frau, die nach dem sexuellen Höhepunkt in die Notaufnahme kam, da sie keinerlei Erinnerungen an die 24 Stunden davor hatte. Zudem konnte sie sich auch an Dinge nicht erinnern, die sich innerhalb der 30 Minuten nach dem Orgasmus ereignet hatten. Hilfreich bei der Diagnosefindung seien die sich ständig wiederholenden Fragen der Patientin gewesen, berichten die Wissenschaftler im »Journal of Emergency Medicine« (doi: 10.1016/ j.jemermed.2008.02.048).

Jetzt kann sich jeder seinen Teil dazu denken…

 

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Wer auf eine Prüfung lernt, sollte zwischendurch immer mal wieder für stressige Situationen sorgen. Einem von amerikanischen Forschern durchgeführten Tierversuch zufolge erinnert man sich durch den Stress besser an das zuvor Gelernte.

Im Rahmen ihrer Untersuchungen ließen Wissenschaftler um Rachel Jones Mäuse durch ein Labyrinth laufen. Nach dem ersten Durchgang setzten sie eine Hälfte der Tiere in ein Wasserbecken, das so viel Wasser enthielt, dass sie schwimmen mussten. Die andere Hälfte wurde in ein Becken gesetzt, dessen Wasserstand so niedrig war, dass die Tiere hindurchwaten konnten. Anschließend mussten alle Mäuse erneut in das Labyrinth. Ergebnis: Die Tiere, die zuvor schwimmen mussten und damit Stress ausgesetzt waren, erinnerten sich deutlich besser an den Weg durch das Labyrinth als ihre nicht gestressten Artgenossen.

„Unsere Resultate zeigen, dass Stress das Gedächtnis aktivieren kann, selbst wenn die Erinnerungen nicht mit der Stresssituation in Verbindung stehen“, kommentiert Jones das Ergebnis. Sie will nun in weiteren Versuchen herausfinden, ob diese Verknüpfung auch im Hinblick auf Angststörungen eine Rolle spielen und sich damit möglicherweise ein neuer Ansatz zur Behandlung derartiger Störungen entwickeln lässt.

Quelle: Jones, R. et al.: PLoS Biol 8 (12): e1001007; DOI:10.1371/journal.pbio.1001007

Weinliebhaber wird es freuen: Regelmäßiger moderater Weingenuss könnte einer aktuellen Studie zufolge nicht nur eine gefäßprotektive Wirkung besitzen, sondern auch eine Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit fördern.

Die an der Universität von Tromsø, Norwegen, durchgeführte Studie setzte auf älteren Untersuchungen auf, in denen ein moderater Weingenuss das Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Demenz senken konnte. Besonders der Inhaltsstoff Resveratrol machte immer wieder im Zusammenhang mit antioxidativer Wirkung von sich reden.

Welchen Einfluss regelmäßiger Alkoholkonsum auf Wahrnehmung, Lernen und Gedächtnis ausüben kann, untersuchten nun die Wissenschaftler um Kjell Arntzen. Sie beobachteten über einen Zeitraum von sieben Jahren mehr als 5.000 Probanden, bewerteten ihr Trinkverhalten und ihre kognitiven Fähigkeiten. Immer wieder wurden die Männer und Frauen verbalen Gedächtnistests und Tests zur Ziffer-Symbol-Zuordnung unterzogen.

Die Ergebnisse waren eindeutig: Ein moderater Weinkonsum, ca. ein bis zwei Gläser pro Woche, sorgt für eine bessere Hirnleistung. Der Genuss anderer alkoholischer Getränke konnte dagegen keinen positiven Effekt auf die kognitiven Leistungen verzeichnen.

Ob sich ein höherer Weinkonsum ebenfalls positiv auf die Gedächtnisleistungen auswirkt, konnten die norwegischen Forscher noch nicht eindeutig klären.

Als Hauptwirkstoff werden die Flavonoide angesehen, die bereits bei den Herz-Kreislauf-Effekten eine große Rolle spielen. In wie weit diese für die Verbesserung der Hirnleistung verantwortlich sind, bleibt ebenso abzuwarten, wie der Einfluss des Lebensstils der Weintrinker und deren sportliche Betätigung.

Quelle: Arntzen, K. et al.: Acta Neurol. Scand. 2010; 122 (Suppl. 190): 23

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