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Oft werden Kinder von Hunden und Katzen gebissen (Gesicht und Hals), aber auch Erwachsene sind betroffen (vorwiegend Hände). Bissverletzungen sind meistens gutartig, wenn sie rasch behandelt werden.

Wichtig ist, das umgebende Gewebe so rasch als möglich zu spülen, am besten mit Wasser und Seife. Anschliessend kann mit einem Antiseptikum (z.B. Povidon-Iod) desinfiziert werden. Tiefe Wunden werden chirurgisch versorgt, falls möglich ohne zu nähen. Liegt die Tetanusimpfung mehr als 5 Jahre zurück, sollte eine Auffrischimpfung gemacht werden. Sind mehr als 10 Jahre vergangen, werden zusätzlich zur Impfung Immunglobuline verabreicht.

Infektionen manifestieren sich normalerweise 12 (Katze) bis 24 Stunden (Hunde) nach erfolgtem Biss. Zeigen sich nach 48 Stunden keine Anzeichen einer Infektion, ist keine Antibiotikatherapie nötig. Die präventive Antibiotikagabe kommt nur nach Bissen und Situationen mit erhöhtem Infektionsrisiko zum Einsatz. Dazu zählen tiefe Bisswunden der Hand, Wundreinigung nach über 3 Stunden, Verletzungen an Extremitäten oder Gesicht, Verdacht auf Frakturen und Verletzungen an Gelenken, Sehnen und Bändern, genähte Wunden und Patienten mit erhöhtem Infektionsrisiko.

Bei Bissen durch unbekannte oder sich abnormal verhaltende Tiere ist an ein mögliches Tollwutrisiko zu denken.

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Ein neuartiges Material ermöglicht künftig die Wundkontrolle ohne Verbandswechsel: Im Fall einer Infektion ändert das Material seine Farbe von gelb nach violett.

Forscher der Fraunhofer-Einrichtung für Modulare Festkörper-Technologien EMFT in München haben jetzt Verbandmaterialien und Pflaster entwickelt, welche krankhafte Veränderungen der Haut anzeigen: Liegt eine Infektion vor, wechselt die Farbe von gelb nach violett.

Dazu haben sie einen eigens entwickelten Indikatorfarbstoff, der auf unterschiedliche pH-Werte reagiert, in einen Verband und in ein Pflaster integriert. Gesunde Haut und abgeheilte Wunden weisen in der Regel einen pH-Wert von unter fünf auf. Steigt dieser Wert, so bewegt er sich vom sauren in den alkalischen Bereich. Dies deutet auf Komplikationen bei der Wundheilung hin. Bei einem pH-Wert zwischen 6,5 und 8,5 liegt häufig eine Infektion vor, der Indikatorfarbstreifen färbt sich violett. Das intelligente Verbandmaterial ermöglicht somit eine regelmäßige Wundkontrolle von außen, die den Heilungsverlauf nicht störend beeinträchtigt.

Der Farbkontrollstreifen sollte mehrere Voraussetzungen erfüllen: Der Farbstoff muss chemisch stabil an die Fasern des Verbandmaterials beziehungsweise des Pflasters gebunden sein. Nur so ist gewährleistet, dass er nicht in die Wunde gelangt. Zugleich muss der Indikator eine deutliche Farbänderung anzeigen und darüber hinaus im richtigen pH-Bereich empfindlich reagieren. Ein Prototyp des Verbands liegt bereits vor, erste Tests sind erfolgreich verlaufen. Auch über eine Weiterentwicklung ihres Produkts denken die Forscher bereits nach. Künftig sollen in den Verband integrierte optische Sensormodule den pH-Wert messen und die Ergebnisse am Display eines Lesegeräts anzeigen. Mit dieser Methode ließe sich der Wert präzise ablesen, ein Rückschluss auf den Wundheilungsprozess wäre möglich.

Quelle: Presseinformation der Fraunhofer-Gesellschaft, 2. November 2011.

 

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