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Bei Flugreisen mit Kleinkindern sind gewisse Besonderheiten zu beachten. Im ersten Lebensjahr besteht eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sauerstoffschwankungen, vor allem bei Frühgeborenen und ganz besonders wenn eine chronische Lungenkrankheit besteht.
Gemäss einem Artikel in der medizinischen Fachzeitschrift Paediatrica können folgende Empfehlungen gemacht werden:

Gesunde termingeborene Säuglinge können nach einer Woche eine Flugreise antreten.

Bei akuten Atemwegserkrankungen innerhalb der ersten sechs Monate sollten Säuglinge nicht fliegen. Wegen Apnoegefahr gilt dies insbesondere für ehemals Frühgeborene.

Flugreisen sind auch für diejenigen Früh- und Neugeborenen nicht empfohlen, welche Atemregulationsstörungen oder eine pulmonale Hypertonie aufweisen.

Gesunde ehemalige Frühgeborene (insbesondere vor der 32. Schwangerschaftswoche mit Lungenproblemen) sollten in den ersten Lebensmonaten eher aufs Fliegen verzichten. Ist ein Langstreckenflug im ersten Lebensjahr unvermeidbar, muss ein Facharzt kontaktiert werden, um die Notwendigkeit einer Sauerstoffzufuhr während des Fluges abzuklären.

Während eines Fluges führen die Schwankungen des Kabinendrucks zu Veränderungen des in den Atemwegen eingeschlossenen Gasvolumens. Probleme beim Druckausgleich beidseits des Trommelfells äussern sich in schmerzhaftem Ohrdruck und können zu erheblichen Verletzungen des Trommelfells führen (Barotrauma). Bei leichten Atemwegsinfekten empfiehlt sich die Applikation von abschwellenden Nasentropfen (Xylometazolin) vor dem Start und zu Beginn des Landeanfluges. Gesunden Kleinkindern hilft oft ein Schoppen oder Stillen. Liegen schwere Infektionen der Atemwege vor, sind Flugreisen nur auf ärztliche Empfehlungen anzutreten.

Die trockene Luft im Flugzeug stellt ein zusätzliches Problem dar, zumal Kinder einen Sauerstoffmangel mit einer Erhöhung der Atemfrequenz kompensieren. Auf Langstreckenflügen sollten Kleinkinder stündlich Wasser trinken.

Quellen:
Revue Paediatrica 1/2001/p28: A quelles conditions un bébé peut-il voyager en avion?
Médecine des voyages Médecine tropicale, Masson 2e édition, p 8

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Die französische Arzneimittelbehörde Afssaps hat beschlossen, dass in Frankreich Schleimlöser (Mukolytika) bei Kindern unter 2 Jahren ab sofort kontraindiziert sind. Säuglinge können Atemwegssekrete schlecht abhusten. Medikamente, welche den Bronchialschleim verflüssigen, können daher in den Bronchien einen Sekretstau verursachen.

Im Rahmen einer Pharmakovigilanz-Untersuchung wurden 70 Fälle von Atemwegskomplikationen aufgrund von Sekretstau in den Bronchien registriert. Mehr als die Hälfte der Fälle betraf Säuglinge unter einem Jahr. Die Mehrheit dieser Fälle zeigte einen schweren Verlauf und musste stationär behandelt werden.

Die Afssaps ruft in Erinnerung, dass der Husten ein natürlicher und physiologischer Abwehrmechanismus ist. Bei der Behandlung von produktivem Husten bei Säuglingen sind folgende Punkte zu beachten:
– Die Nase mit physiologischer Kochsalzlösung oder anderen Salzlösungen frei machen.
– Tabakrauch vermeiden.
– Grundmassnahmen umsetzen: Kopf und Oberkörper beim Schlafen leicht hochlagern, regelmässig trinken lassen, auf kühle Umgebungsluft achten (19-20°C)
Dauert der Husten länger als 4 bis 5 Tage an und tritt keine Besserung ein, ist eine klinische Untersuchung angezeigt.

Quelle:
Agence française de sécurité sanitaire des produits de santé – Afssaps online

Kinderärzte raten wegen deutlich steigender Krankheitsfälle nun auch bei den Unter-Dreijährigen dringend zur Impfung gegen die Schweinegrippe. Ab sofort sollten alle Kleinkinder ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat gegen die Neue Grippe geimpft werden. Dazu riet der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) am Mittwoch in Köln – entgegen seiner bisherigen Empfehlungen. Den Rest des Beitrags lesen »

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