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Bei Migränepatienten kann sowohl die Zahl der Migränetage pro Monat als auch der Arzneimittelverbrauch durch die Injektion von Botulinumtoxin in die Kopf- und Nackenmuskulatur signifikant reduziert werden.

Dabei hilft die Behandlung mit Botulinumtoxin nur bei den täglich oder fast täglich auftretenden chronischen Formen, so die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), nicht dagegen bei normaler Migräne und bei Spannungskopfschmerzen.

In klinischen Studien wurden rund 1.380 Erwachsene untersucht und behandelt. Sie erhielten jeweils zweimal 31 Injektionen mit Botulinumtoxin oder mit einem Placebo in sieben verschiedene Muskeln innerhalb einer 24-wöchigen Doppelblindphase. Nach 24 Wochen gaben rund 47 Prozent der Patienten in der Botulinumtoxin-Gruppe an, das sich bei ihnen die Zahl der Kopfschmerztage mindestens halbiert hatte, in der Placebo-Gruppe waren es rund 35 Prozent.

In Großbritannien wurde Botulinumtoxin zur Behandlung der chronischen Migräne im Juli 2010 zugelassen.

Quelle:

Aurora, S. et al.: Cephalalgia 2010; 30 (7):793-803

Diener, H. et al: Cephalalgia 2010; 30 (7):804-814

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Jeder hat sicher schon einmal eine Nachricht „zähneknirschend“ zur Kenntnis genommen. Medizinisch gesehen ist Zähneknirschen (syn. Bruxismus) allerdings ein ernst zu nehmendes Problem. Gemäss Schätzungen ist bei den Erwachsenen ein Drittel davon betroffen. Bei Kindern und Jugendlichen tritt Bruxismus noch häufiger auf.

Unter Bruxismus versteht man das Aufeinanderpressen von Zähnen oder Knirschen mit den Zähnen. Das Phänomen tritt häufig im Schlaf auf, so dass sich die Betroffenen dessen meist nicht bewusst sind. Die Beisskräfte sind erheblich grösser als beim normalen Kauen. Die Zahnkronen werden im Extremfall bis auf die Zahnwurzel abgeschliffen und einzelne Zähne können sich sogar lockern. Die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur werden überstrapaziert und es kann zu Kopfschmerzen und Verspannungen im Nackenbereich kommen.

Bei Kindern ist Zähneknirschen in den ersten drei Lebensjahren ein normaler Vorgang und sogar notwendig. Durch das Abschleifen werden die beiden Zahnreihen aufeinander angepasst.

Zur Entlastung und zum Schutz der Zähne kann nachts oder auch tagsüber eine Kunststoffschiene getragen werden. Da Stress häufig der Auslöser für Bruxismus ist, kommen in der Therapie verschiedene Entspannungstechniken zum Einsatz (z.B. Progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Autogenes Training). Bei chronischem Stress ist eine entsprechende Behandlung angezeigt.

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