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Wer bei Osteoporose immer noch von einer typischen Frauenkrankheit nach der Menopause ausgeht, muss umdenken: Von den mehr als acht Millionen Deutschen, die an Osteoporose leiden, sind etwa ein Drittel Männer – Tendenz zunehmend.

Die Volkskrankheit des fortgeschrittenen Lebensalters steht eng in Zusammenhang mit dem sinkenden Spiegel an Sexualhormonen. Bei der Osteoporose führen alters- und krankheitsbedingte Veränderungen im Stoffwechselhaushalt zu einer kontinuierlichen Verringerung von Dichte und Masse der Knochen. Im Gefolge des Abbaus der Substanz der Knochen nimmt deren Brüchigkeit zu. Grundsätzlich wird zwischen primärer und sekundärer Osteoporose unterschieden. Bei der primären Osteoporose sind keine krankhaften Ursachen festzustellen, während bei der sekundären eine andere Erkrankung oder auch deren Therapie der Auslöser der Osteoporose ist.

Bei Männern werden mehrheitlich sekundäre Osteoporosen diagnostiziert. Bei ihnen ist die Suche nach den krankheitsbedingten Ursachen vorrangig, um eine kausale Therapie einleiten zu können. Beim Mann ist ein Mangel am Sexualhormon Testosteron ein wichtiger Risikofaktor für Osteoporose. Besonders bei Prostatakrebs-Patienten wird ein solcher Mangel durch eine antiandrogene Therapie induziert. Da durch die Behandlung die Lebenserwartung dieser Patienten deutlich zunimmt, steigt deren Osteoporoserisiko im Alter. Weitere Risikofaktoren sind Langzeittherapien mit Glucocorticoiden, Nierenfunktionsstörungen und eine ungesunde Lebensführung mit falscher Ernährung, Nicotin, Alkohol und Bewegungsmangel.

Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. (BDU), empfiehlt Männern jenseits der 50, bei ihren Routineterminen beim Urologen auch ihr Osteoporoserisiko abklären zu lassen – besonders wenn sie zu den Risikogruppen gehörten oder typische Symptome zeigen, wie akut auftretende Schmerzen des Skeletts, ungewollter Gewichtsverlust um mehr als zehn Prozent sowie das Schrumpfen der Körpergröße um mehr als vier Zentimeter in einem Jahr. Eine Röntgen-Messung der Knochendichte gibt klaren Aufschluss.

Bei sekundärer Osteoporose, wie sie beim Mann in etwa 60 Prozent der Fälle vorliegt, bietet eine Behandlung der auslösenden Ursachen weitere Möglichkeiten.

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Walnüsse wirken nicht nur Herzproblemen entgegen, sie können offensichtlich auch Prostatakrebs bremsen. Das zeigt eine Tierstudie von Paul Davis und Kollegen von der Universität von Kalifornien, die auf der Jahrestagung des Amerikanischen Chemikerverbandes (ACS) in San Francisco vorgestellt wurde. Die Forscher hatten Nager mit einer genetischen Anlage für Prostatakrebs zwei Monate lang täglich mit 14 entschalten Walnüssen gefüttert. Kontrolltiere bekamen derweil Sojabohnen-Öl zusätzlich zu ihrer normalen Ernährung. Am Ende der Untersuchung waren die Prostatageschwüre bei den walnussgefütterten Mäusen im Schnitt 50 Prozent kleiner und entwickelten sich etwa 66 Prozent langsamer als die Tumoren der Kontrolltiere. »Einem Nahrungsfahrplan, der die Gesundheit der Prostata mit im Auge hat, sollten Walnüsse angehören«, sagte Davis dazu, und zwar »als Teil einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obst und Gemüse«.

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