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Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die neuen Risikogebiete für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ausgewiesen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Karte kaum verändert. Nur der Stadtkreis Offenbach ist neu hinzugekommen. Die aktualisierte Karte ist auf der Website des RKI unter www.rki.de abzurufen. In Süddeutschland sind in diesem Jahr bereits die ersten Menschen an FSME erkrankt.

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Lyme-Borreliose ist eine Multisystem-Erkrankung, welche vorwiegend die Haut, den Bewegungsapparat, das Herz und das Nervensystem betreffen kann. Die Krankheit wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi sensu lato verursacht.

Im Gegensatz zur FSME ist die Borreliose nicht auf einzelne Gebiete beschränkt, sondern kann unterhalb von 1200 m überall von infizierten Zecken auf den Menschen übertragen werden. Nach einem Stich gelangen die Borrelien erst nach etwa 24 Stunden mit den Ausscheidungen in den Körper des Menschen. Daher ist es wichtig, Zecken so schnell wie möglich zu entfernen und die Bissstelle zu desinfizieren. Uebertragung heisst jedoch noch nicht Erkrankung. In 4 bis 5% der Fälle tritt in den folgenden Monaten die Serokonversion ein und nur bei 0,8% der Gebissenen erscheint die typische Wanderröte.

Für die Lyme-Borreliose steht bis anhin kein wirksamer Impfstoff zur Verfügung.

Die Krankheit verläuft in mehreren Stadien, von denen das erste gut auf eine antibiotische Behandlung anspricht. Es ist deshalb entscheidend, so rasch wie möglich mit der Therapie zu beginnen. Zu Beginn stellen Hautläsionen (Erythema migrans) die häufigste klinische Manifestation dar. Als First-Line-Therapie werden Amoxicillin und Doxycyclin verwendet.

Nach einer korrekt mit Antibiotika behandelten Lyme-Borreliose können in seltenen Fällen unspezifische Symptome über Monate persistieren. Diese werden als „Post-Lyme-Syndrom“ (PLS) oder „Chronische Lyme-Borreliose“ (CLB) bezeichnet. In diesem Stadium sind keine Bakterien mehr nachweisbar, die Pathogenese ist ungeklärt. Für Patienten mit PLS/CLB ist eine wiederholte, langfristige Antibiotikagabe zurzeit keine wissenschaftlich gesicherte Therapieoption.

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